Wunder gibt es auch heute noch - Geschichten aus dem Alltag

Diese neue Seite beinhaltet eine Sammlung von Geschichten aus dem Alltag. Beschrieben werden Erlebnisse mit Gott: seine Hilfe, sein Eingreifen und seine Liebe zu uns Menschen. Die Erzählungen sollen Mut machen und uns anspornen, Gott immer mehr in unseren Alltag mit einzubeziehen. Und die Geschichten sollen unsere Augen öffnen für die kleinen und großen Wunder. Haben auch Sie ein schönes Erlebnis? Dann schreiben Sie an Alltagsgeschichtendontospamme@gowaway.gmx.de. 

Meine Krankenheilung

 

Während der letzten Bibelwoche im Jahr 2012 hat der Prediger über Krankenheilung durch Glauben gesprochen. Am letzten Tag, dem Sonntag, ist es mir bei einer ungeschickten Bewegung ordentlich in den Rücken gefahren. Ich blieb aber in Bewegung und bin in die Versammlung gegangen. In der darauffolgenden Nacht wachte ich um 1.00 Uhr auf vor Schmerz. Ich konnte mich nicht ohne Schmerz bewegen und auch nicht mehr liegen. Mein erster Gedanke war, dass ich am Montag nicht zur Arbeit gehen könne und zum Arzt müsse. Ein Gedanke, der mir äußerst unsympathisch war.

Da fiel mir ein, dass ich ja beten könne und das habe ich auch getan.

Nur wenige Minuten später ging es mir wie Schauer über den Rücken, vom Gesäß an aufwärts, bis unter die Haarwurzeln. Es war ein Vibrieren - ähnlich Schüttelfrost - jedoch abschnittweise in Streifen. Dieses wiederholte sich einige Male, und auf einmal war der Schmerz weg.

Ich dankte Gott, schlief ein und konnte am nächsten Tag vollkommen schmerzfrei zur Arbeit gehen.

Jürgen Begemann

Echt wahr

Ja, das ist echt wahr. Gott hilft wirklich im Alltag, auch bei ganz kleinen und unwichtig erscheinenden Dingen. Einmal hatte ich es eilig und suchte einen Ohrring. Einen hatte ich schon gefunden, aber der andere Ohrring blieb verschwunden. In aller Hektik betete ich zu Gott: "Wo ist denn mein anderer Ohr.... - ah, da ist er ja. Danke lieber Gott!"

Als ich einmal in einer größeren Stadt einkaufen wollte schüttete es in Strömen. Der Parkplatz vor dem Einkaufszentrum war voll und nirgends konnte ich einen freien Stellplatz finden. Ziemlich genervt drehte ich eine weitere Runde, aber alles war voll. Ich betete, dass ich möglichst in der Nähe des Eingangs einen freien Platz finden möchte. In diesem Moment fuhr genau vor mir ein Auto raus und ich hatte endlich meine erhoffte Parklücke.

Aber einmal war es fast schon unheimlich. Ich war abends bei einer Veranstaltung. Als ich nach Hause gehen wollte war der ganze Platz vor dem Gebäude zugeparkt. Es war stockdunkel und eine Straßenlaterne gab es auch nicht. Ich musste mehrere Anläufe nehmen, um aus der Parklücke heraus zu kommen. Dann musste ich auch noch wenden, um endlich auf die Straße zu gelangen. Als ich einige Wochen später an dieser Stelle vorbei fuhr erschrak ich. Denn die Wiese, auf der ich wendete, war viel kleiner als ich gedacht hatte. Und direkt hinter der Wiese befand sich ein viele Meter tiefer Abhang. Eigentlich hätte ich abrutschen müssen. Aber ich tat es nicht. Gott sei Dank!

weiblich, anonym

Ein Engel namens Cornelia

Ich hatte einige Tage Urlaub in New York City geschenkt bekommen. Mit dem ICE fuhr ich von Stuttgart zum Frankfurter Flughafen, von wo es direkt zum JFK-Airport bei New York gehen sollte. Ich freute mich schon sehr darauf, war aufgeregt und nervös zugleich. Fünf Tage, voll von neuen Eindrücken, Erfahrungen, Erlebnissen und Begegnungen, lagen vor mir. Vieles hatte ich mir vorgenommen und wollte so viel wie möglich sehen.

Doch noch war ich nicht in New York. Zunächst musste ich in Frankfurt den Schalter meiner Fluggesellschaft finden, das Einchecken erledigen, die Zollformulare und das Visum ausfüllen. Eigentlich kein Problem, wenn man sich auskennt. Ich jedoch war noch nie nach New York geflogen. Ich war überhaupt noch nie in Amerika, und schon gar nicht alleine. So saß ich also im ICE und harrte der Dinge, die da auf mich zukommen würden.

Um mich etwas abzulenken, nahm ich ein Buch aus meiner Tasche und begann zu lesen. Doch so sehr ich auch versuchte mich zu konzentrieren, meine Gedanken schweiften immer wieder in die nahe Zukunft, hin nach New York. Ich überlegte, was ich alles besichtigen wollte, die Freiheitsstatue natürlich und das Empire State Building, den Central Park, den Broadway, Ground Zero und ... .

Aber noch war ich nicht in New York. Würde ich alle Hürden bewältigen können? Würden meine Englischkenntnisse ausreichen? Was wäre, wenn ich einen falschen Weg wählte, den Schalter oder das Gate nicht finden und deshalb mein Flugzeug verpassen würde? Nervös schlug ich das Buch wieder zu und verstaute es in der Tasche.

Zu meiner Linken saß eine Frau etwa in meinem Alter. Sie hatte ein hübsches, zierliches Gesicht, welches von blonden, halblangen Haaren eingerahmt war. Eine Stimme in mir, die ich in den vergangenen Minuten ignoriert hatte, forderte mich auf, die Frau anzusprechen. Ich überlegte, wie ich ein Gespräch mit ihr beginnen sollte. Noch zögerte ich; was wäre, wenn sie gar nicht reden und lieber ihren Gedanken nachhängen wollte. Doch die Stimme in mir wurde immer eindringlicher.

Schließlich räusperte ich mich leise und fragte, wohin denn ihre Reise ginge. Die Frau neben mir begann zu lächeln und sagte, sie fahre zunächst bis nach Frankfurt und fliege dann weiter nach New York. Schlagartig wurde ich hellhörig und fragte, ob ihr Flugzeug zufällig um etwa 10:30 Uhr starten würde. Ja, gab sie zur Antwort, worauf wir eifrig unsere Flugdaten verglichen. Es stellte sich heraus, dass sie im selben Flugzeug, lediglich zwei Sitzreihen vor mir saß. Schnell war das Gespräch zwischen uns beiden in vollem Gang. Sie erzählte, dass sie zu einem Kongress für medizinische Forschung reiste, und ich berichtete von meinem fünftägigen Kurzurlaub in Manhattan.

Die restliche Strecke bis Frankfurt war schnell vorüber und gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Terminal 2, wo die Flugschalter für die Amerikaflüge zu finden waren. Bald boten wir uns gegenseitig das Du an und ich erfuhr, dass ihr Name Cornelia war. Ich war sehr froh, dass ich sie getroffen hatte. Es war bereits ihr dritter Flug nach New York und sie kannte sich deshalb schon etwas aus. Sie dagegen war froh, mich getroffen zu haben, denn sie war bisher noch nie allein gereist sondern nur in der Gruppe. Und so bewältigten wir das Einchecken, die Formalitäten und das Suchen nach dem richtigen Weg gemeinsam.

Als wir endlich die Sitzplätze im Flugzeug einnehmen durften bemerkten wir, dass die Plätze neben uns frei blieben. Nachdem wir Flughöhe erreicht hatten und uns abschnallen durften, setzte sich Cornelia neben mich und blieb bis zur Landung an meiner Seite. Den acht Stunden dauernde Flug verbrachten wir gemeinsam mit viel Erzählen, sodass die Zeit schnell verging. Als wir uns dem Ziel näherten und das Flugzeug langsam an Flughöhe verlor, betrachteten wir fasziniert die Landschaft, die immer deutlicher zu erkennen war.

Im JFK-Airport erwarteten uns erneut die Hürden des Einreisens, doch diesmal hatten sie ihre Schrecken verloren. Seite an Seite bewältigten wir sämtliche Aufgaben. Schließlich mussten wir nur noch unsere Weiterreise in unsere Hotels organisieren. Cornelia musste nach Long Island und ich nach Midtown im Herzen von Manhattan. Bald war alles erledigt. Während den letzten gemeinsamen Minuten, die uns noch blieben, tauschten wir unsere Adressen aus. Schließlich verabschiedeten wir uns, um zu unserem Endziel zu gelangen. Ich habe Cornelia seither nicht wieder gesehen, aber ich danke Gott, dass ich sie kennenlernen durfte. Sie war für mich wie ein von Gott geschickter Engel, der mir auf der Reise nach New York zur Seite stand.

Karin Drexler

Zeichen der Liebe

Ich hatte Feierabend. Die Heimfahrt war geprägt von Unruhe und Sorge. Es hatte Ärger gegeben mit den Kollegen. Missverständnisse trübten die Zusammenarbeit. Normalerweise bietet die Fahrt zwischen Arbeitsplatz und Zuhause eine gute Gelegenheit um zur Ruhe zu kommen. Aber es gelang mir nicht. Ich war zu aufgewühlt.

 

Als ich aus dem Wald über offene Wiesen fuhr musste ich plötzlich schmunzeln. In der Ferne sah ich einen Regenbogen, den ich als Gottes Gruß deutete. Bestimmt wollte er mir damit sagen, dass ich nicht allein bin und er für mich da ist.

 

Da fiel mein Blick auf eine Schafherde. Ich war gerührt, denn kurz zuvor hatte ich eine Geschichte gelesen, in der ich daran erinnert wurde, dass ich nur ein Schaf bin. Ich bin nicht der Adler, der alles im Blick hat. Ich bin auch nicht der Hirte, der die Herde leitet. Und ich bin auch nicht der Hirtenhund, der den Hirten bei seiner Aufgabe unterstützt. Ich bin einfach nur ein Schaf in der großen Schafherde Christi.

 

Regenbogen und Schafherde sind mir so zu einem sehr willkommenen Zeichen geworden, mit denen mich Gott tröstet.

 

Und dann erinnerte ich mich an ein Lied, welches mir einige Tage zuvor begegnet war. Es hatte sich immer wieder in meinem Unterbewusstsein abgespielt und schien mich über viele Stunden zu begleiten. Schließlich hatte ich bewusst darauf geachtet, um welches Lied es sich eigentlich handelte. Es war von Milli Vanilli, das im Jahre 1988 während vieler Wochen auf der Hitliste stand. Jetzt stiegen mir die Tränen in die Augen. Denn ich war gerührt über die liebevolle und ungewöhnliche Art und Weise, wie Gott mir seine Liebe zusagte. Der Liedtext lautet: Girl you know it's true, uh uh uh, I love you. Yes you know it's true, uh uh uh, I love you.

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