Die Landessynode hat das Jahr 2012 zum Jahr des Gottesdienstes in Württemberg ausgerufen.
Was bedeutet das?
Alle evangelischen Kirchen in Württemberg werden dieses Jahr des Gottesdienstes haben.
Wir in Neubulach verfolgen damit verschiedene Ziele.
Zum einen geht es darum, in unserer Gemeinde noch mehr die Vielfalt der gottesdienstlichen Möglichkeiten kennen zu lernen und auszuschöpfen. Dabei werden wir möglicherweise neue Formen entdecken oder halb verschollene Formen neu beleben. Und das betrifft den ganzen Gottesdienst: die Frage, wer durch den Gottesdienst führt, die Frage, welche Lieder gesungen werden und wie die Predigt gestaltet wird: Als eine Rede, als eine Bildbetrachtung, als Liedpredigt, als Dialogpredigt, mit Gastredner – wie auch immer. Wir wollen auch die Form der Gebete variieren.
Zum anderen wollen wir Gottesdienstformen feiern, die unterschiedliche Personen ansprechen. Diejenigen, die Ruhe suchen; diejenigen, die moderne Elemente wünschen, diejenigen, die Gott mit Händen, Füß´und Lippen loben wollen und diejenigen, die nur dann kommen, wenn es etwas „Besonderes“ gibt.
Außerdem wünschen wir, dass Gott durch die Gottesdienste unser Leben stärker erfasst. Der 1. Timotheusbrief 2, 8 sagt: „So will ich nun, dass die Männer beten an allen Orten und aufheben heilige Hände ohne Zorn und Zweifel.“ Damit wird das Anliegen deutlich, dass Glaube Gestalt gewinnt, indem Zweifel überwunden wird. Außerdem wird der Charakter durch den Glauben geprägt – von Geduld und Liebe statt mit Zorn. Der Glaube soll zur Tat anregen, bekräftigt auch Jakobus 1,27: „Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten."
Thema 1: Gottesdienst ... von Gott berührt.
Schwerpunkt: Gott in der Stille erfahren.
Zeitraum: Vom 31. Dezember bis 29. Januar
(sieben Gottesdiensttage)
Passend zur stillen, besinnlichen und recht dunklen Jahreszeit werden die Gottesdienste mit Stille-Momenten bereichert, Instrumentalmusik tritt stärker hervor, Angebote wie Abendmahlsfeier, Salbung oder Segnung, Fürbitte mit Kerzen und andere symbolische Handlungen werden angeboten. Unser Gottesdienstausschuss wird die genauen Abläufe festlegen. Die Gottesdienste werden einander ähnlich sein, damit der Wiedererkennungseffekt von einem Gottesdienst zum anderen möglich ist.
Thema 2: Gottesdienst ... gemeinsam feiern
Schwerpunkt: Freude an Gott, Vielfalt der Gemeinde
Zeitraum: Gottesdienst nach Ostern bis Pfingstsonntag
Die österliche Freudenzeit feiert die Auferstehung. Kommunikative Elemente stehen im Vordergrund. Die Vielfalt der Gemeinde und das Miteinander der Generationen sollen sichtbar werden.
Thema 3: Gottesdienst ... bewegt mich
Ökumene – Diakonie – Gesellschaftsdiakonie;
Beteiligung kirchlicher Dienstgruppen.
Zeitraum: Ab Erntedank bis 11. November
(drittletzter Sonntag des Kirchenjahres)
An diesen sieben Sonntagen soll die Vielfalt der Aufgabenfelder der christlichen Werke sichtbar werden: Diakonie, Mission, Hilfswerke, Telefonseelsorge und vieles mehr. Die Gottesdienste wollen zur Fürbitte und zur weiteren Tat anregen.
Im Amtsblatt werden Sie über genauere Inhalte informiert.
Seien Sie neugierig! Lassen Sie sich diese Gottesdienste nicht entgehen.