Oberhaugstett

Kirche Oberhaugstett

Kirche Oberhaugstett

Der älteste Teil der Bartholomäuskirche in Oberhaugstett ist der urtümliche romanische Turmchor. Im Jahre 1972 wurde daran ein neuer Kirchraum angefügt. Die Altarplatte stammt noch aus alter romanischer Zeit. Für sie hat Bildhauer Albert Volz, der in unserem Kirchspielort Altbulach gelebt hat, Altarkonsolen geschaffen, welche den Propheten Jona darstellen. Auch die steinere Kanzel stammt aus der alten Kirche.

Im Chorraum sind zahlreiche Fresko-Malereien, die zum Teil nur noch sehr bruchstückhaft erhalten sind. Der Weg der Christenheit, so besagen es die Märtyrerdarstellungen an der nördlichen Wand des Chorraums, führt durch Leiden. Die frühgotischen Gemälde zeigen Leidensszenen, wohl auch die des Jüngers Bartholomäus, Namenspatron der Kirche.

Gegenüber an der Südwand ist rechts vom einfachen Fenster nur noch in Resten erkennbar der Heilige Martin, der seinen Mantel mit dem Armen teilt, das Bild helfender Liebe. Links davon eine wohl später fertig gestellte Darstellung der Erlösten, die dem himmlischen Bräutigam entgegen gehen.

 

Überstrahlt wird alles vom Chorfenster – geschaffen von Frau Kunz-Saile, Stuttgart: der Auferstandene inmitten der hörenden Jünger mit dem zweifelnden Thomas. Sie werden ausgesandt „in alle Welt“, das Evangelium zu verkündigen. Die Symbole der vier Evangelisten in den Ecken des Fensters weisen in die vier Richtungen des Erdkreises.

 

Ganz im Blickfeld der Gottesdienst-Gemeinde weist das zweite Bildfenster (ebenfalls von Frau Kunz-Saile) rechts über der Kanzel darauf hin, wovon wir Christen leben: das Wort vom Kreuz in Verkündigung und Sakrament.

Der Fisch hat hier die Bedeutung eines altchristlichen Bekenntnis- und Erkennungszeichens. Die Buchstaben des griechischen Wortes für Fisch „ICHTYS“ sind die Anfangsbuchstaben der Worte des urchristlichen Bekenntnisses: Jesus Christus, Gottes Sohn, (ist) Retter.