Vortragsabend - Blickwechsel

Vortragsabende mit Prof. Dr. Siegfried Zimmer

Professor für evangelische Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg (emeritiert).

Mittwoch, 27. März 2019 um 20 Uhr

Aufblick: Gott und das Leid

Die Frage nach dem unfassbaren Leid der Welt im Angesicht Gottes ist eine der größten Anfragen an das Christentum. Wie kann es sein, dass vor Gottes Augen unschuldige Menschen in jeglicher Form leiden? Kann es einen Allmächtigen eigentlich geben, der das geschehen lässt und kann man an einen Gott glauben, der offensichtlich nicht eingreift? Der Vortrag lädt ein sich der Theodizeefrage zu stellen. Herkömmliche christliche Antworten, die seit jeher das Leid der Welt zu erklären versuchen, werden auf ihren Bestand hin kritisch überprüft und durch die Hiobsgeschichte einige tragfähige und hoffnungsvolle Überlegungen ins Blickfeld gerückt.

Kurzvorstellung: Prof. Dr. theol. Siegfried Zimmer

Er studierte Lehramt (Geschichte, Politik) und evangelische Theologie mit Pfarrdienst in der württembergischen Landeskirche. Er lehrte an der Ev. FH für Soziale Arbeit und Diakonie und zuletzt über 20 Jahre an der PH Ludwigsburg ev. Theologie und Religionspädagogik. Er ist Initiator und Prediger der Gottesdienste "Nachteulen" in Ludwigsburg und "GospelHaus" in Stuttgart, welche monatlich hunderte von Menschen anziehen. Außerdem unterstützt er den Verein Worthaus mit unzähligen Vorträgen im Internet.

Siegfried Zimmer (www.siegfriedzimmer.de) sieht sich selbst als Brückenbauer: Ich möchte einen christlichen Glauben fördern, der zu einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung beiträgt. Dazu gehört die Wertschätzung der Bildung und (theologischen) Wissenschaft, die Berücksichtigung der gesellschaftlichen sowie politischen Verantwortung und die Freiheit zum kritischen Denken. Dies und das uneingeschränkte Vertrauen in Gott bilden keinen Gegensatz, sondern gehören vielmehr zusammen.

"Mit den Christen aus sämtlichen Konfessionen möchte ich mich für die Erneuerung des christlichen Glaubens einsetzten. Mit der Wiedergabe traditioneller Antworten begnüge ich mich nicht, es geht mir um einen neuen und möglichst unverstellten Zugang und Blick zum christlichen Glauben und zur Bibel. Deshalb benutze ich bei meinen Vorträgen eine verständliche Sprache. So sollen meine Vorträge viele Menschen erreichen, ihr Denken herausfordern, vor allem aber ihre Herzen berühren."